Brauhäuser in BONN


Sorgten einst die Römer dafür, dass an den
Berghängen von Rhein und Mosel der Wein
angebaut wurde, so wusste der Rheinländer
neben dem Wein auch immer sein Bier zu
schätzen.
Bevor das Hoppebier (Hopfenbier) im Spät-
mittelalter seine Freunde fand, hat Mann,
Frau und Kind gern das Gruitbier genossen.
Die Gruit war eine Kräutermischung und
diente als Bierwürze. Das Recht auf Her-
stellung und Vertrieb der Gruit lag lange Zeit
in den Händen der Kölner Erzbischöfe, die
ab Ende des 13. Jahrhunderts sich nicht in
Köln sondern in Bonn oder später auch in
ihrer Sommerresidenz in Brühl aufhielten.
Der Kölner Erzbischof gehörte zu den Kur-
fürsten des „Heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nation". Das „Kurfürstenkölsch",
das einst in Bonn gebraut wurde, erinnert
daran.
Auch heute noch wird in Bonn nach dem
deutschen Reinheitsgebot ober- und
untergärig gebraut, links- wie rechtsrheinisch.
Hat der Kölner sein Kölsch, so weiss der
Bonner sein Bönnsch zu genießen. Doch
auch Kölsch wird gerne getrunken.
Seine Freunde, auch über die Stadtgrenzen
hinaus, haben das Bonner Weizen-,
Schwarz und Weihnachtsbier und der
Bonner Maibock gefunden.
Es gibt in Bonn und seinem Umland
kleine, aber feine Hausbrauereien und
manches Brauhaus, das an alte
Traditionen anknüpft.

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